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087929

Süddeutsche Zeitung

München

2007

12,5×21

tvrdi s omotom

585

njemački

Cijena: 10,00 EUR

„Rot ist mein Name“ ist einer der weltweit bekanntesten Romane des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk, der im Jahr 1998 veröffentlicht wurde. Das Werk verbindet ein historisches Familiendrama, eine Liebesgeschichte und einen Kriminalfall im Istanbul des 16. Jahrhunderts mit tiefgründigen Fragen über Kunst, Religion und den Konflikt zwischen Orient und Okzident. Die Geschichte spielt im winterlichen Istanbul des Jahres 1591. Der Sultan gibt heimlich ein prachtvolles Buch in Auftrag, das im europäischen (venezianischen) Stil illustriert werden soll. Da diese realistische Darstellung gegen die traditionellen islamischen Bildverbote verstößt, bricht unter den Buchmalern Panik aus. Als einer der Künstler ermordet wird, beginnt eine gefährliche Suche nach dem Täter. Pamuk nutzt eine außergewöhnliche Erzähltechnik. Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Figur erzählt. Dabei kommen nicht nur die Hauptcharaktere zu Wort, sondern auch der Ermordete selbst, ein Hund, Satan, eine Goldmünze und die Farbe Rot. Das Buch thematisiert die Zerrissenheit der osmanischen Künstler. Sie stehen im Konflikt zwischen der traditionellen östlichen Miniaturmalerei (bei der man die Welt so malt, wie Allah sie sieht) und der modernen westlichen Renaissance-Malerei (die den Menschen und die Perspektive in den Mittelpunkt stellt).Wichtige Fakten zum WerkAuszeichnungen: Das Buch verhalf Pamuk zum internationalen Durchbruch und war maßgeblich für den Erhalt des Nobelpreises für Literatur im Jahr 2006. Die Übersetzung aus dem Türkischen stammt von Ingrid Iren.

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