088425
Wien - München - Zürich
1969
13×20,5
meki
189
njemački
Cijena: 6,00 EUR
Das ist ein 1969 erschienenes Buch der österreichischen Autoren Ernst Fischer und Franz Marek. Es bietet eine kritische, marxistische Auseinandersetzung mit den Originaltexten Wladimir Iljitsch Lenins.Die Veröffentlichung fiel in eine Phase des politischen Umbruchs: Kurz nach der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings (1968) wurden beide Autoren aufgrund ihrer scharfen Kritik am sowjetischen Einmarsch aus der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) ausgeschlossen. Ihr Werk versucht deshalb, Lenins Theorien aus den Händen der sowjetischen Staatsideologie (Stalinismus) zu befreien. Es ordnet seine Aussagen stattdessen in ihren echten historischen Kontext ein. Fischer und Marek analysieren anhand von Originalzitaten die zentralen Säulen des Leninisches Denkens: Theorie der Revolution - Die Autoren zeigen, wie flexibel Lenin den Marxismus anpasste. Entgegen der reinen marxistischen Lehre, dass eine Revolution nur in hochentwickelten Industrieländern stattfinden könne, begründete Lenin, warum das wirtschaftlich rückständige Russland das „schwächste Glied in der Kette des Imperialismus“ war. Die Partei neuen Typs - Das Buch beleuchtet Lenins Konzept einer straff organisierten „Partei von Berufsrevolutionären“. Die Autoren arbeiten heraus, dass dieses Modell für die Illegalität im zaristischen Unterdrückungsstaat gedacht war – und warnen davor, wie dieses Prinzip später im Staatsapparat zur totalitären Parteidiktatur pervertiert wurde. Staat und Diktatur des Proletariats - Diskutiert werden Lenins Thesen aus Staat und Revolution. Fischer und Marek kontrastieren Lenins utopische Vision (das schrittweise Absterben des Staates und direkte Demokratie der Arbeiter) mit der harten Realität des bürokratischen Sowjetstaates, der stattdessen entstand. Kritik am Dogmatismus - Ein zentrales Anliegen des Buches ist es zu belegen, dass Lenin kein starrer Dogmatiker war. Er verstand seine Theorien als Handlungsanleitungen, die